
Bei der Drucktechnik muss jeder Watt in gebrauchsfähige Tinte umgewandelt werden – nicht in nutzlosen Wärmeausstoß. Wenn die Geometrie des Reflektors es nicht zulässt, dass das Spektrum der Lampe auf das Substrat fokussiert wird, geht Energie verloren. Die Folgen sind langsamere Produktionsgeschwindigkeiten, unvollständiges Verbinden der Bestandteile sowie schlechtere Haftung der Tinte. Wenn man den Lichtweg korrigiert, funktioniert alles wieder einwandfrei.
Was eigentlich die UV-Härtung antreibt Die UV-Härtung hängt von der maximalen Strahlungsintensität sowie der eingesetzten Energiedichte ab. Eine Hochdruck-Quecksilberdampflampe emittiert Lichtwellenlängen von 365 nm, 385 nm und 405 nm. Die Photoinitiatoren in den Tinten für Offset-, Flexodruck- und Siebdruckverfahren sind auf dieses Spektrum abgestimmt. Ein Präzisionsreflektor mit elliptischen Konturen sowie eine Dichroikbeschichtung leiten die gewünschten Wellenlängen zurück auf das Substrat, während Infrarotlicht abgeschirmt wird. Dadurch wird der Lichtstrahl konzentriert und die Photonendichte pro Flächenbereich erhöht.
Doch das Spektrum der Lampe bleibt nur dann stabil, wenn die Temperatur des Glühflecks bei der vorgesehenen Wert liegt. Hier kommt das Kühlsystem der UV-Lampe ins Spiel: Es leitet konvektive sowie strahlende Wärme ab, bevor ein thermischer Ausfall die Leistung der Lampe beeinträchtigen kann.
Warum es in der Praxis funktioniert Die Geometrie des Reflektors und das aktive Kühlsystem arbeiten zusammen. Bessere Optiken erhöhen die effektive Photonendichte am Substrat – dadurch kann dieselbe Lampe bei derselben Produktionsgeschwindigkeit eine höhere Energie dazuleisten. Das Kühlsystem hält die Betriebstemperatur konstant, wodurch eine Degradation der Lampe um 5–7 % pro 10 °C vermieden wird.
In der Praxis zeigt sich das in einer gleichmäßigen Energieverteilung über die gesamte Druckfläche, weniger Hotspots sowie weniger Schwankungen im Spektrum. Im Laufe der Lebensdauer bedeutet das weniger häufiges Austauschen der Lampen, geringeren Energieverbrauch pro bearbeitetem Meter sowie eine stabile Leistung der Druckmaschine.
Was bei der Installation und Wartung zu beachten ist Die Effizienz des Reflektors hängt stark von der richtigen Ausrichtung ab. Die Brennweite sowie die Position der Lampe müssen genau entsprechend den Vorgaben eingestellt werden. Das Kühlsystem muss außerdem zur Luftzirkulation sowie zum Anschluss der Lüftungskanäle passen. Ist das Kühlsystem zu klein, entstehen thermische Schwankungen. Ist es zu groß, kann das Glühfleck der Lampe instabil werden. Prüfen Sie außerdem die elektrische Kompatibilität sowie den Connector-Typ. Stellen Sie sicher, dass das System für einen betriebsbereiten Betrieb ohne Ozon geeignet ist, falls die Belüftung in der Kammer eingeschränkt ist.