
Auf dem Boden trocknet die Schicht in Abhängigkeit von der Leistung der Lampe. Wenn die Lampe nicht schnell genug arbeitet, verlangsamt sich das Trocknungsverfahren – die Schicht bleibt klebrig, und man muss den Rest der Woche damit verbringen, die Probleme zu beheben. Das Problem liegt in der Regel nicht bei der Tinte oder dem Harz selbst, sondern bei der Lampe – genauer gesagt bei dem Quarz sowie der spektralen Energie, die tatsächlich auf das Substrat trifft.
Leistung, Spektrum und abgegebene Energie Wir bauen UV-Trocknlampen für Bodenbeschichtungen auf der Basis von Hochdruck-Quecksilberdampflampen. Dabei wird darauf geachtet, dass die Leistung über das gesamte UVA/UVB-Spektrum konstant bleibt. Die maximale Strahlungsintensität am Substrat muss ausreichen, um den Photoinitiator im Harz zu aktivieren. Zudem muss die abgegebene Energiedichte ausreichen, um eine vollständige Verknüpfung der Moleküle im gesamten Film zu ermöglichen.
Der Quarzkern ist hier der entscheidende Faktor. Wenn man Quarz mit einer Reinheit von 99,99 % verwendet, wird die Solarisierung reduziert und die UV-Übertragung bleibt konstant. Dadurch hält die Lampe über Tausende von Stunden hinweg ihre Leistung bei. Es ist wichtig, dass das Spektrum konstant bleibt, dass die Lampen untereinander reproduzierbar sind und dass der Reflektor so gestaltet ist, dass das nötige UV-Licht genau dort ankommt, wo es benötigt wird – also direkt auf die zu trocknende Fläche.
Warum das für Bodenbeschichtungen funktioniert Bodenbeschichtungen bestehen in der Regel aus hochkonzentrierten, gefärbten Stoffen und werden in dicker Schicht aufgetragen. Sie benötigen eine tiefe Penetration sowie eine vollständige Verknüpfung der Moleküle – nicht nur eine oberflächliche Austrocknung. Das breite Spektrum sowie die hohe Strahlungsintensität dieser Lampen aktivieren die Photoinitiatoren im ganzen Belag. Dadurch werden ungetrocknete Rückstände reduziert und die Härte der Beschichtung verbessert.
Das Ergebnis sind höhere Arbeitsgeschwindigkeiten, weniger Ausschuss sowie eine stabile Trocknung – auch nach vielen Stunden Betrieb. Wir haben Geräte, die über 5.000 Stunden lang ohne weniger als 5 % Leistungsverlust arbeiten können – vorausgesetzt, die Reflektoren werden regelmäßig gereinigt und die Netzspannung bleibt stabil.
Installation, Kompatibilität und betriebliche Aspekte Diese Lampen sind keine einfach einsetzbaren Geräte. Man muss die Bogenlänge, die Art des Sockels sowie die elektrische Anschlussart an das vorhandene UV-System anpassen. Zudem müssen Ballast und Zündvorrichtung für den Betrieb mit Hochdruck-Quecksilber geeignet sein.
Die Leistung hängt stark vom Kühlkonzept ab – man muss eine konstante Luftzirkulation gewährleisten, um heiße Stellen sowie vorzeitige Belastungen des Quarzkerns zu vermeiden. Es sollten auch Mechanismen zum Reinigen der Reflektoren sowie zur regelmäßigen Überprüfung des Spektrums vorhanden sein. Staub und Lösungsmittelrückstände auf den Reflektoren können dazu führen, dass die abgegebene Energie bereits frühzeitig abnimmt – noch bevor die Lampe ihren Lebensendpunkt erreicht. Da die Leistung von der Netzspannung abhängt, muss diese stabil gehalten werden, wenn man eine zuverlässige Trocknung gewährleisten möchte.