
Beim Siebdruck kommt es im Grunde auf eines an: die Aushärtung des Drucks. Man verwendet dicke Tintenschichten sowie reichhaltige Pigmente – und muss dabei eine genaue Ausrichtung gewährleisten. Wenn die Lampe nicht mehr mitkommt, stoppt der Druckvorgang: Es entstehen Fehler wie Klebstoffprobleme oder Löcher in der Tinte. Wir haben diese UV-Lampe entwickelt, um das zu verhindern – mit einem zuverlässigen Spektrumausgang und einer konstanten Energiedichte, unabhängig von der Anzahl der Durchläufe.
Was wirklich zählt
Wir verwenden Hochdruck-Mercurydampflampen mit einem geeigneten Spektrumprofil – mit einem Höhepunkt bei 365 nm sowie starker Strahlungsintensität bei 313 nm und 436 nm. Dadurch können die Photoinitiatoren in den dicken Tinteschichten vollständig aktiviert werden – nicht nur an der Oberfläche. Die maximale Strahlungsintensität liegt bei 1.200 mW/cm² auf der Untergrundsfläche, was eine Energiedichte von 800–1.200 mJ/cm² ermöglicht – ideal für typische Siebtinten bei Produktionsgeschwindigkeiten.
Der Reflektor verwendet eine hochreflektierende Dichroitbeschichtung, um das Lichtstrahl zu lenken und unnötige Infrarotstrahlen zu eliminieren. Dadurch bleibt die Temperatur der Unterlage unter Kontrolle und die Effizienz der Umwandlung von elektrischer Energie in UV-Strahlung wird verbessert. Die Leistung der Lampe bleibt über 1.000 Stunden lang konstant – bei regelmäßiger Wartung bleibt auch die Intensität der Lampe innerhalb eines bestimmten Bereichs.
Warum die Lampe beim Siebdruck funktioniert
Beim Siebdruck ist eine tiefgehende Aushärtung erforderlich – ohne dass das Siebnetz oder die Unterlage beschädigt werden. Das Spektrum der Lampe sowie ihr fokussiertes Strahlungsmuster ermöglichen es, durch dicke Tinteschichten hindurch zu strahlen. Dadurch entstehen weniger Fehler an der Oberfläche. Das Ergebnis sind weniger Ausschussprodukte, schnellere Umstellungen zwischen verschiedenen Farben sowie eine konstante Dotengröße – egal ob es sich um grobe oder feine Muster handelt.
Außerdem spart man Energie, da die Effizienz des Reflektors sowie die Justierung der Lampensteuerung dazu beitragen, unnötige Wärme und Verluste zu minimieren.
Details, die Probleme verursachen, wenn man sie ignoriert
Es ist nicht möglich, die Länge der Lampe, den Abstand zwischen den Elektroden sowie die Anschlüsse einfach so zu wählen – sie müssen zur Trocknungszone passen. Wenn die Geometrie falsch ist, entstehen ungleichmäßige Strahlungsintensitäten sowie Probleme bei der Aushärtung an den Rändern.
Ein Betrieb ohne Ozon ist Standard – doch man muss trotzdem die Luftzufuhr sowie die Ausrichtung der Lampe kontrollieren, damit die Temperatur der Lampe im richtigen Bereich bleibt.
Planen Sie den Ende des Lebenszyklus der Lampe nicht nur nach der Anzahl der Stunden – überwachen Sie stattdessen die Messwerte des Spektralradiometers. Halten Sie außerdem Ersatzlampen in klimatisierten Lagerräumen aufbewahrt, um vorzeitige Verschleißerscheinungen zu vermeiden.